🥵 Heiße Zeiten
Pflanzen und Hitze
Wie machen die das bloß?
Ich möchte nun gar nicht in das Klagelied mit einstimmen und die diesjährigen Temperaturen bejammern, das haben wir alle vielfach gehört. Ein interessanter Aspekt ist für mich auch: Wie schützen sich Pflanzen vor der Hitze?
- Sie bilden kleinere Blätter aus, schließen die Spaltöffnungen, lassen die Blätter hängen oder rollen sie ein, um Verdunstung zu vermeiden.
- Teilweise werden Blätter abgeworfen, um Verdunstung zu reduzieren.
- Sie produzieren spezielle Eiweiße oder Farbstoffe, um die Zellen zu schützen und um zu starke UV-Strahlung abzuwehren.
- Sie entwickeln zum Teil eine Wachsschicht auf den Blättern oder eine helle Behaarung, um das Sonnenlicht zu reflektieren.
- Sie wurzeln tiefer, um an Wasser zu gelangen.
Bei extrem langen Hitze- und Trockenphasen kommen aber doch viele Pflanzen an ihre Grenzen - bei mir im Gärtchen auch. Wie können wir unterstützen?
Das merken wir uns für den nächsten Sommer
Jetzt denken vielleicht Einige, das hätten wir mal früher wissen sollen. Doch viele Anwendungen entwickeln sich erst durch Erfahrungen. Wir haben zwei homöopathische Mittel zur Hand, die die Pflanzen stärken können:
- Arsenicum album C 200
- Solidago C 30
Das Mittel Solidago C 30 ist übrigens aus der Goldrute hergestellt, und bestimmt habt ihr sie hier und da schon gesehen.

Goldrute (Solidago)
Die Goldrute zeigt sich zahlreich in vielen Gärten, in Hecken oder an Feldrändern, wo sie ohne Bewässerung der Hitze und Trockenheit standhält. Also durchaus ein passendes Stärkungsmittel für unsere Hitzegeplagten!
Doch welches der beiden Mittel passt für eure Pflanzen? Hier habe ich eine kurze Gegenüberstellung für euch:

Es reichen ein bis zwei Anwendungen. Das vorbereitete Globuli-Wasser wird im Wurzelbereich gegossen. Eine Dosierungstabelle findet ihr hier:
Der nächste Sommer kommt bestimmt, und dann seid ihr vorbereitet!
Nicht alles läuft nach Wunsch
Ich kann nicht immer nur Erfolgsmeldungen zeigen. Mein Säulenapfelbäumchen hat mir, nachdem ich im Frühjahr die überzähligen Fruchtansätze abgezwickt hatte, fast zwei Kilo Äpfel geschenkt. Doch innen lauerte die Überraschung. Mutig hineinbeissen ist hier nicht besonders lecker. Immerhin, es gab zwei große Gläser Apfelmus. Eigentlich hatte ich auch ein paar homöopathische Behandlungen zur Stärkung und Schädlingsabwehr vorgenommen - aber anscheinend nicht genau passend, oder zu wenig.

Frucht mit Mitbewohner: die Made des Apfelwicklers
Ein paar Infos zu diesen Tierchen:
- Die Raupen überwintern unter den Borkenschuppen der Rinde in einem festen Gespinst.
- Im April kommt es zur Verpuppung, ab Mai schlüpfen die Falter.
- Die Falter legen ihre Eier an die noch jungen Äpfelchen ab.
- Die Raupen schlüpfen und bohren sich in das Fruchtfleisch hinein.
Wie ich nächstes Jahr den Apfelwickler vermeide, muss ich dann sehen. Ein paar un-homöopathische Maßnahmen gibt es auch:
- Im Februar oder März: Borke abbürsten.
- Ab Ende Mai einen Wellpappe-Ring eng um den Stamm binden. Dort suchen sich die Raupen dann ein Versteck zum Verpuppen.
- Alle 1-2 Wochen die Pappe kontrollieren und die Raupenpuppen mitsamt der Pappe entfernen (was ihr damit macht, überlasse ich euch 😉). Die Methode mit der Pappe sollte bis Ende Oktober durchgeführt werden.
- Fallobst nicht liegen lassen.
Ich wünsche euch einen schönen Herbst!
Herzliche Grüße
Cornelia